Hackesche Höfe

Die Hackeschen Höfe befinden sich direkt am Hackeschen Markt und sind Deutschlandweit das größte geschlossene Hofareal. Nach der Sanierung in den 90er Jahren ist der Hofkomplex heute Denkmalgeschützt und zählt als eine der besonderen Sehenswürdigkeiten in Berlin-Mitte.

Entstehung

Im September 1906 wurden die Hackesche Höfe offiziell eröffnet, nachdem die damaligen Eigentümer die bestandenen Altbauten abreißen ließen. Der Architekt und Bauunternehmer Kurt Berndt wurde dann damit beauftragt die größte Wohn- und Gewerbehofanlage Deutschlands zu errichten. Frei nach der Tradition der Lebensreformbewegung.

In der Rosenthaler Straße befand sich der Haupteingang der zum ersten Hof führte. Dort angekommen sah man ein Quergebäude, das als Festsaaltrakt angelegt war und für diverse Feierlichkeiten Platz bot. Der zweite und auch der dritte Hof waren mit Gebäuden geplant in denen es ausschließlich Fabriketagen gab. Während im inneren der Höfe meist Mietwohnungen angebordet waren. Insgesamt waren es acht Höfe, deren Verknüpfung und Nutzungsvarianten seinerzeit einmalig war. Denn das Konzept den ersten Hof kommerziell zu nutzen war nicht nur ungewöhnlich, sondern durch die aufwendige Künstlerische Gestaltung zeigte sich auch hier der Einfluss der neuen Lebensreformbewegung.

Frühere Nutzung

Die Gewerberäume wurden für unterschiedlichste Firmen zum Hauptsitz, was eine neue Mischnutzung zur Folge hatte. Unter anderem fand man hier Betriebe zur Herstellung von Herrenkonfektion. Pelzwaren, Handschuhmanufakturen. Es wurden Musikinstrumente, Metallwaren und Büromöbel produziert und Großhandlungen für Kaffee, Mehl, Futtermittel und vieles andere fand hier Platz.

Eine der wichtigsten Funktionen in den Hackeschen Höfen waren die Festsäle. In den Räumlichkeiten von Gastwirt Wilhelm Neumann wurden nicht nur viele Familien- und Vereinsfeiern ausgerichtet, es wurde auch einer der wichtigsten Treffpunkte für die Bewohner in den umliegenden Stadtvierteln.

Nach dem ersten Weltkrieg begann die Veränderung. Durch die vielen wirtschaftlichen Probleme gingen viele Firmen Bankrott und verließen die Höfe. Hauptnutzer war bis zum Ende des zweiten Weltkrieges das Deutsche Familienkaufhaus (Defaka), das mehrere Etagen für Firmenzentrale, Betriebskantine und diverse Gewerbeflächen nutzte.

Heutige Nutzung

Auf 27.000 Quadratmeter, bieten die 8 Hackeschen Höfe heute Platz für 40 Gewerbeunternehmen, Wohnungen und diverse Kultureinrichtungen.

In den Abendstunden werden die Höfe geschlossen um die nächtliche Ruhe für alle Anwohner zu gewähren.

PR-Agenturen, Architekten, Designer und andere Kreativ Büros findet man Hauptsächlich als Mieter der ausgedehnten Büroflächen der alten Fabriketagen.

Die Designerläden in den Erdgeschossen der Höfe stechen meist durch die Individualität hervor. Viele der Designerartikel werden in den Höfen Hergestellt, oder weiterverarbeitet.

Viele Besucher kann auch die Ortsansässige Gastronomie, das Hackesche Höfe Kino, der Sophienclub und das Varieté Chamäleon verzeichnen.

 

Heutzutage zählen die Hackeschen Höfe zu den Teuersten Immobilen Berlins. Durch die Kombination von Wohnen, Tourismus und der vielen Künstlerischen Angebote zählen die Hackeschen Höfe zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Die Lage der Hackeschen Höfe in Berlin

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